Prof. Alexander T. Latinjak

Knowledge Map of Sport and Exercise Psychology: Das A, B und C der Sport- und Bewegungspsychologie

Datum: Donnerstag, 25.11.2021, 16 bis 17:30 Uhr via Zoom

Alexanders Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf Selbstgespräche (eng. Self-talk) und damit verbundene kognitive, affektive und motivationale Prozesse im Sport. Darüber hinaus hat Alexander kürzlich ein übergreifendes sportpsychologisches Modell entwickelt, das die Sportpsy- chologie insbesondere für Studierende und Laien verein- facht. Alexander hat in seiner Forschung immer Wert dar- auf gelegt, angewandte Verfahren zu entwickeln, die auf der Grundlage der Theorie die angewandte Praxis voran- bringen.

Der Vortrag wird auf die auf die „Knowledge Map of Sport and Exercise Psychology“ eingehen. Die Knowledge Map fasst zentrale Themen der sportpsychologischen For- schung in einem einfachen Erklärungsmodell zusammen. Wir werden das Modell als Ganzes betrachten und wie es verschiedene Ereignisse in Sport und Bewegung aus einer psychologischen Perspektive erklärt. Wir werden auch ei- nige Kernbereiche des Modells untersuchen, um besser zu verstehen, was die Sportpsychologie ausmacht. Schließlich werden wir uns einige Anwendungsmöglichkeiten der The- orie ansehen, insbesondere für Trainer, die ohne direkten Kontakt mit Sportpsychologen arbeiten.

Institut_IfSSKolloquium_Latinjak KIT

Steffen Ringhof

Living on the mars and moon – Effects of weightlessness and altered gravitational conditions on neuromuscular control of human movements

Datum: 22.07.2021, 16 Uhr via Zoom

Steffen Ringhof ist ehemaliger Student und Promovend des IfSS am KIT und seit ca. zwei Jahren als PostDoc am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg. Im Rahmen seiner Forschungstätigkeiten befasst er sich mit neuromechanischen Aspekten menschlicher Bewegungen sowie den funktionellen Anpassungen des neuromuskulären Systems an veränderte externale Bedingungen, wie z.B. Perturbationen, Virtuelle Realitäten, Schuhe und Gravitation.

Nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Marsmission „Perseverance“ im Februar 2021 und den durch Privatunternehmen angestrebten Weltraumtourismus, ist die Diskussion über menschliches Leben auf Mond und Mars wieder neu entfacht worden. Doch wie reguliert das zentrale Nervensystem menschliche Bewegungen bei veränderter Gravitation und welche Folgen hat der Aufenthalt in Schwerelosigkeit langfristig für das muskulo-skelettale System? Auf diese Fragen möchte Steffen in seiner Präsentation eine Antwort liefern. Insbesondere möchte er den Einfluss reduzierter Gravitation – wie sie beispielsweise auf Mond und Mars herrscht – auf die neuromuskuläre Kontrolle menschlicher Bewegungen beschreiben und dabei auch die Relevanz dieser Forschungsergebnisse für das Leben unter terrestrischen Bedingungen aufzeigen.

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Meeting-ID: 688 1772 3701
Kenncode: 574781

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Simon Steib

Exercising the Brain - Strategien zur Optimierung motorischer Lernprozesse in der (Neuro-) Rehabilitation

Datum: 17.06.2021, 16 Uhr via Zoom

Bewegungslernprozesse sind ein essentieller Bestandteil von Therapiemaßnahmen in der (Neuro-) Rehabilitation. In diesem Vortrag sollen zwei konkrete Ansätze zur Optimierung motorischer Lernprozesse vorgestellt werden. Dabei geht es einerseits um den Einsatz stochastischer Störreize (Perturbationen) in der Gehtherapie, andererseits um eine Verstärkung motorischer Gedächtnisbildung (Neuroplastizität) durch gezielte Herz-Kreislauf-Stimulierung. Die eigenen Befunde werden in den aktuellen Forschungskontext eingebettet und hinsichtlich ihrer Potenziale für den Einsatz in der Bewegungstherapie diskutiert.

Prof. Simon Steib ist Sportwissenschaftler und leitet den Arbeitsbereich Bewegung, Training und aktives Altern am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg. Dort untersucht er alters- und krankheitsbedingte Veränderungen der Motorik, und wie diese sich durch Trainings- und Therapiemaßnahmen positiv beeinflussen lassen.

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Meeting-ID: 634 4296 2927
Kenncode: 747133

 

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Boris Cheval

Effort Minimization in Physical Activity

Datum: 20.05.2021, 16 Uhr via Zoom

While the automatic attraction to effort minimization has been widely evidenced in multiple fields, its potential role in explaining the pandemic of physical inactivity has been overlooked. In this presentation, I will first introduce the Theory of Effort Minimization in Physical Activity (TEMPA), a theory that aims to provide a more accurate understanding of the neuropsychological determinants of movement-based behaviors. Then, I will present behavioral, psychophysiological, and large-scale longitudinal data supporting the TEMPA. Finally, I will discuss the implications in terms of interventions aiming to tackle the pandemic of physical inactivity.

Dr. Boris Cheval mainly investigates the behavioral and brain mechanisms involved in the regulation of movement-based behaviors. In particular, he is trying to shed light on the exercise paradox, that is, why may individuals intending to be physically active fail to turn these intentions into actions. He completed a PhD from the University Grenoble Alpes in France. In 2019, he obtained an Ambizione scholarship at the Swiss Center for Affective Science at the University of Geneva. He has published more than 60 articles and wrote in 2020 a popularization scientific book entitled “Le syndrome du paresseux”.

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Meeting-ID: ⁨‭633 0534 2971‬⁩

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Ulrik Brandes

Sportdatenansichten

Datum: 14.01.2021, 16 Uhr via Zoom

Die Datafizierung des Sports schreitet mit großen Schritten voran. Gründe und Auswirkungen sollen hier jedoch nur am Rande interessieren.Stattdessen werden innovative Beispiele von Datenarten, Kenngrößen und Visualisierungsformen, vornehmlich aus dem Fußball, verwendet, umintrinsische von kommunikativen Zielen zu unterscheiden. Es geht also einerseits um quantitative Analysen zur Steigerung der Erfolgsaussichten,andererseits aber auch um datenbasierte Inszenierung zur Einbindung des Publikums.Ulrik Brandes ist Professor für soziale Netzwerke an der ETH Zürich. Er entwickelt Algorithmen zur Analyse und Visualisierungvon Netzwerkdaten,oft in interdisziplinären Kooperationen

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Lizeth Sloot

It’s all about the patient: using movement analysis to individualize assistance provided by smart technology

Datum: 17.12.2020, 16 Uhr

Lizeth Sloot is a postdoctoral researcher at the ZITI Institute of Computer Engineering at Heidelberg University, where she investigates the deterioration of human motion and stability with aging. After her PhD work on the quantifi cation of spasticity in children with Cerebral Palsy in Amsterdam, Lizeth evaluated the effect of assistance provide by a soft robotic exosuit on the walking ability of post-stroke patients at Harvard University.

The assistance we can potentially provide to restore function in patients with movement impairments seems endless with the introduction of ambulant sensors and smart assistive technology in the fi eld of rehabilitation medicine, shifting the challenge from how to what to support. Often, patients with motor disorders present with a complex combination of movement impairments that require individualized assistance to effectively restore their ability to move. This presentation will focus on how instrumented movement analysis can provide more detailed assessment of impairments over clinical tests, and as such can steer the design of individualized assistance. Specifi cally, Lizeth will talk about the evaluation of the assistance provided by the soft exosuit and her current work to inform the design of robotic rollators to improve walking ability.

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Prof. Dr. Caterina Pesce

„Joy of moving“ - Ein sportwissenschaftlicher Ansatz zur Förderung ganzheitlicher motorisch-kognitiver Entwicklung durch Bewegungsspiele

Datum: 23.01.2020, 17:30 – 19:00 Uhr

Wir sollten nicht nur wegen des „Kampfes“ gegen Übergewicht und Fettleibigkeit körperliche Aktivität von Kindern befürworten und fördern. Die Förderung körperlicher Aktivität soll auch als eine Investition zur Entwicklung des facettenreichen menschlichen Kapitals betrachtet werden. Mein Beitrag beruht auf integriertem neurowissenschaftlichen und sportpädagogischen Wissen. Das Recht zum (motorischen) Spielen zu genießen, ist ein Faktor, der durch Freude am Bewegen sogar zur Reduzierung von Ungleichheiten in der Gesundheit und im zivilen Engagement letztendlich beitragen kann.

Ich bin eine Person, zunächst eine Mutter und deshalb Erzieherin, zusätzlich eine Wissenschaftlerin/Universitätsprofessorin und mit fortschreitendem Alter eine Mentorin der neuen Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ich schätze und lese Grundlagenforschung, aber liebe und treibe angewandte Forschung, speziell diejenige, die Neuround Sportwissenschaften in den Dienst der Erziehung stellt.

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Julian Leske

Autismus – ein autobiografischer Alltagsbericht. Potential und Grenzen von Sport als Integrationsmaßnahme

12.12.2019, 16:00 – 17:30 Uhr

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Philipp Maurus

About the Control of Bimanual Arm Postures and Motor Learning in Unpredictable Environments

Datum: 18.07.2019, 17:30 – 19:00 Uhr

Philipp is a PhD student in the Faculty of Kinesiology at the University of Calgary, Canada. He investigates the control mechanisms of bimanual hand motion and the learning processes in unpredictable environments. Philipp is a former BA and MSc student of the Institute of Sports and Sports Science at the KIT.

In his presentation, he will briefly introduce graduate school in Kinesiology at the University of Calgary, Canada. In the main part of his presentation, Philipp will focus on how humans control arm postures of their dominant and non-dominant arms while counteracting external disturbances. Finally, he will give insights into how humans learn in unpredictable environments and will propose a series of experiments that investigate the underlying learning processes.

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Prof. Dr. Regina Ensenauer

Fetale Prägung von ernährungsmitbedingten Erkrankungen und frühe Prävention

Datum: 27.06.2019, 17:30 - 19:00 Uhr

Univ.-Prof. Dr. med. Regina Ensenauer ist Kinderärztin und Universitäts-Professorin. Sie leitet seit 2019 das neugegründete Institut für Kinderernährung am Max Rubner-Institut in Karlsruhe.

Für die große Zahl an Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht oder Adipositas und für die Entstehung ernährungsmitbedingter Erkrankungen spielen bereits Risikofaktoren in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle.

Eine Überernährung des Fetus im Mutterleib durch eine präkonzeptionelle Adipositas und/oder hohe Gewichtszunahme der Mutter in der Schwangerschaft sowie damit einhergehende Stoffwechselstörungen wie Schwangerschaftsdiabetes und auch das Rauchen in der Schwangerschaft haben einen großen Einfluss auf die kindliche Zell- und Organentwicklung in dieser frühen Lebensphase.

Die vermehrte und/oder qualitativ unausgewogene Bereitstellung von Nährstoffen im Mutterleib führt zu einer Fehlanpassung des Fetus mit einer Prägung für ein erhöhtes Risiko für Adipositas und Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes.

Die Erforschung dieser Einflüsse an Maus- und Humanstudien,wie der prospektiven Mutter-Kind-Kohorte PEACHES mit 1700 Mutter-Kind-Paaren, und daraus resultierende Präventionsmaßnahmen werdenein Schwerpunkt des Instituts für Kinderernährung sein.

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Prof. Dr. Manuel C. Voelkle

Zeitstetige Dynamische Modellierung in der Psychologie: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen

Datum: 06.06.2019, 17:30 – 19:00 Uhr

Ziel des Vortrags ist eine Einführung in die zeitstetige dynamische Modellierung.
Zeitstetige dynamische Modelle dienen zur Analyse der Veränderung und des dynamischen Zusammenspiels von längsschnittlich erhobenen Konstrukten unter exakter Berücksichtigung der Zeit. Zu Beginn des Vortags unterscheide ich konzeptuell zwischen statischen und dynamischen Modellen der Veränderungsanalyse und skizziere die mit beiden Ansätzen verbundenen Vor- und Nachteile. Darauf aufbauend erfolgt eine kurze Einführung in die zeitstetige dynamische Modellierung. Der vorgestellte Ansatz eignet sich sowohl für die Analyse von sogenannten „intensive longitudinal data“, inklusive der Einzelfallanalyse mit N = 1 und vielen Messzeitpunkten (T groß) als auch für die Analyse von Panel Daten (T klein, N groß). Ein spezieller Fokus des Vortrags wird auf der Interpretation und der praktischen Implementierung der vorgestellten Modelle liegen. Der Vortrag endet mit einem Überblick über neuere und neueste Entwicklungen, aktuellen Problemen und Schwierigkeiten sowie zukünftigen Forschungsrichtungen.

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Jasper Mtei

Mount Kilimanjaro – Trainingswissenschaftliche und logistische Herausforderungen beim Besteigen des Daches von Afrika

Datum: 08.05.2019, 17:30 – 19:00 Uhr

Jasper Mtei war selbst Guide und ist nun Organisator von Touren auf den Kilimanjaro, den höchsten freistehenden Berg der Erde. Er berichtet von seinen Erfahrungen, den körperlichen Herausforderungen und den organisatorischen Bedingungen für eine Besteigung des „Daches“ von Afrika.

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Prof. Dr. Darko Jekauc

Bildung durch Emotionen im Sport

Datum: 31.01.2019, 17:30 – 19:00 Uhr

Prof. Dr. Darko Jekauc ist seit dem 1. Oktober 2018 Professor für Gesundheitsbildung und Sportpsychologie am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT. Davor leitete er Abteilungen für Sportpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Im Sport spielen Emotionen eine herausragende Rolle und treten besonders intensiv auf. Deshalb bietet sich der Sport als Handlungsfeld an, Emotionen zu erforschen. Sport und Emotionen stehen in einer gegenseitigen Interaktion. Auf der einen Seite werden Emotionen durch den Sport ausgelöst und bieten die Gelegenheit, sich mit eigenen Emotionen und Emotionen von anderen auseinander zu setzen. Auf der anderen Seite werden Handlungen im Sport durch Emotionen beeinflusst. Der Umgang mit eigenen Emotionen und Emotionen anderer bietet eine Grundlage für Interventionen und Trainerausbildungen in verschiedenen Settings des Sports und im Gesundheitswesen.

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Claudio R. Nigg, PhD, FSBM

Lessons learned over the past 4-years of implementing the Waipahu HART project: An adolescent peer-led physical activity and nutrition program

Datum: 10.01.2019, 17:30 – 19:00 Uhr

The Health Action Research and Training (HART) program is an eight session physical activity and healthy eating curriculum delivered by peers in a high school class setting. From 2014-2016 Grade 11 and 12 classes were trained and implemented HART with grade 9-10 students, whereas from 2016-2018 a few grade 12 students were selected as the onsite program coordinators (PCs)
who trained and oversaw grade 11 classes of peer educators (PEs), and the PEs implemented HART with grade 9 students. In addition to presenting the results over 4 years, important lessons learned will be discussed.

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Anna Hahner & Thomas Dold

Du kannst mehr als du denkst
Wie setze ich mir Ziele? - Wie erreiche ich meine Ziele? - Strategien für den Umgang mit Rückschlägen

Datum: 13.12.2018, 17:30 – 18:45 Uhr

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Prof. Dr. Yunus Ziya Arslan

Modeling and simulation of the musculoskeletal systems to explore the mechanics of pathological gait patterns: How close are we to the reality?

Datum: 22.11.2018, 17:30 – 19:00 Uhr

Various computational methods have been developed to simulate the movement patterns of musculoskeletal systems and predict individual muscle forces by which we can gain insight into the mechanics of pathological gait patterns caused by various neuromusculoskeletal diseases. However, these techniques have yet to be validated against direct measurements of muscle forces and there is a continuous debate on the reliability of such computational approaches. In this lecture, Dr. Yunus Ziya ARSLAN will present his theoretical considerations regarding the use of computational musculoskeletal modeling and simulation tools in understanding the gait pathologies as well as his experimental considerations on the reliability of the computational approaches.

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Prof. Dr. H. Mechling & Prof. Dr. K. Bös

Dimensionen sportmotorischer Leistungen - Entwicklung des Fähigkeitskonzepts

Datum: 17.05.2018, 17:30 – 19:00 Uhr

Professor Dr. Heinz Mechling (ehemaliger Leiter des Instituts für Bewegungs- und Sportgerontologie an der Deutschen Sporthochschule Köln) und Prof. Dr. Klaus Bös (ehemaliger Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie) haben mit ihrer gemeinsamen Dissertationsschrift „Dimensionen sportmotorischer Leistungen“ innerhalb der deutschen Sportwissenschaft das theoretische Fundament der differentiellen Motorikforschung bzw. der fähigkeitsorientierten Betrachtungsweise gelegt.

Dieser Forschungszweig beschäftigt sich u. a. mit Leistungsfeststellungen (u. a. Voraussetzung für Differenzierungsmaßnahmen im Sportunterricht oder für eine individuelle Trainingsgestaltung), Leistungsvergleichen (u. a. Grundlage für Notengebung im Sportunterricht oder die Aufstellung von Sportmannschaften) und Leistungsprognosen (u. a. wichtig für die Erkennung sportlicher Talente oder Eignungen). Damit bildet die Arbeit von Prof. Mechling und Prof. Bös, die im Wettbewerb um die Carl Diem Plakette im Jahr 1982 (Wissenschaftspreis des damaligen „Deutschen Sportbundes“ (DSB) heute „Deutscher Olympischer Sportbund“ (DOSB)) mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurde, eine wichtige theoretische Grundlage für verschiedene sportwissenschaftliche Theoriefelder (u. a. Sportmotorik und Trainingswissenschaft) und Anwendungsfelder (u. a. Leistungssport, Kinder- und Jugendsportsport, Fitnesssport, Gesundheitssport und Alterssport). In ihrem Vortrag „Dimensionen sportmotorischer Leistungen – Entwicklung des Fähigkeitskonzepts“ werden Prof. Mechling und Prof. Bös ihre theoretischen Überlegungen sowie ihr empirisches Vorgehen bei der Entwicklung des Fähigkeitskonzepts vorstellen und auch die Aktualität ihrer Forschungsarbeiten beleuchten.

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Dr. Sabine Kubesch

Förderung der Selbstregulation und exekutiver Funktionen von Kindern und Jugendlichen

Datum: 11.01.2018, 17:30 – 19:00 Uhr

Dr. Sabine Kubesch studierte Germanistik, Sport- und Sport- wissenschaft, arbeitete als Sporttherapeutin und promovierte im Bereich Humanbiologie über den Einfluss von körperlicher Aktivität auf exekutive Funktionen. Von 2006 bis 2011 leitete sie die Arbeitsgruppe „Exekutive Funktionen und Sport“ am ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm.

Exekutive Funktionen, die der Selbstregulation unterliegen, wirken sich nicht nur auf den Schulerfolg aus, sondern befähigen Kinder und Jugendliche auch zu Mitgefühl und Selbstbeherrschung – zwei wichtige Grundlagen für das soziale Zusammenleben in Familie, Schule und Freundeskreis. Im Vortrag wird aufgezeigt, wie die Förderung der Selbstregulationsfähigkeit und das Training exekutiver Funktionen spielerisch, in Bewegung, durch den Sport und beim Lernen umgesetzt werden kann.

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Rüdiger Böhm

No legs, no limits
Grenze oder Herausforderung - Du entscheidest!

Datum: 14.12.2017, 16:00 – 17:30 Uhr

Rüdiger Böhm erlebt den Alptraum vieler Menschen: Der erfolgreiche Sportler verliert durch einen Unfall beide Beine. Erfahren Sie, wie man niemals aufgibt, egal was passiert. Lassen Sie sich dazu inspirieren, aus allem mutig und positiv das beste zu machen.

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Prof. Dr. Hans Bussmann

Objective measurement of Physical Behaviour: (clinical) opportunities and developments

Datum: 23.11.2017, 17:30 – 19:00 Uhr

The importance of physical behaviour – i.e. the body postures, movements and physical activities people perform in their daily life – is generally accepted. Technological developments progressively allow objective and precise measurement, which will increasingly affect clinical research and practice. In this Kolloquium an overview will be given of the background and some applications of objective measurement of physical behaviour, supported by recent examples of own and other research. Current relevant developments in this area will also be discussed.

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Prof. Dr. Dr. Anja Bosy-Westphal

"Welche Bedeutung haben Kohlenhydrate für die Körpergewichtsregulation?"

Datum: 04.05.2017, 17:30 – 19:00 Uhr

Sowohl unter Laien als auch unter Wissenschaftlern ist die Behauptung, dass Kohlenhydrate dick machen, sehr verbreitet. Nach der so genannten Kohlenhydrat-Insulin-Theorie der Adipositasführt eine Ernährung mit hohem Glykämischem Index oder hoher Glykämischer Last durch einen Anstieg des postprandialen Insulinspiegels zu einer überproportionalen Zunahme an Körperfett. Populäre Low-Carb-Diätenwie die LOGI- oder die Montignac-Methode setzen auf dieses Prinzip und versprechen eine bessere Gewichtsregulation.

Der Vortrag bietet eine kritische Auseinandersetzung zum Thema anhand der wissenschaftliche Evidenz.

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Ass. Prof. Dr. Josef Kröll

Equipment Designed to Reduce the Risk of Injuries in Elite Alpine Skiing: A holistic epidemiological and biomechanical perspective

Datum: 02.02.2017, 17:30 – 19:00 Uhr, Hörsaal

Ass. Prof. Dr. Josef Kröll forscht und lehrt an der Universität Salzburg am Interfakultären Fachbereich für Sport und Bewegungswissenschaften. Er ist Mitglied der Arbeitsgruppe Biomechanik, welche von Prof. Hermann Schwameder geleitet wird. Im Rahmen seiner Habilitation beschäftigt er sich innerhalb eines internationalen Forschungsverbundes (EPFL Lausanne, Norwegian School of Sport Sience, Oslo Trauma Research Center) mit Verletzungsprävention im alpinen Skirennsport. Im Mittelpunkt seines Forschungsinteresses steht dabei die Interaktion zwischen Mensch, Sportgerät und Umgebung.

Seit dem Jahr 2006 wird im Rahmen des durch den internationalen Skiverband (FIS) geleiteten Injury Surveillance Systems (ISS) strukturiert an Maßnahmen zur Verletzungsprävention im Hochleistungsskirennsport geforscht. Dabei werden der Präventionssequenz von Van Mechelen folgend Forschungsarbeiten in den Bereichen Epidemiologie, Risikofaktoren, Verletzungsmechanismen und den darauf aufbauenden Präventionsmaßnahmen durchgeführt. Aufbauend auf diese Arbeiten wurden im Herbst 2012 Änderungen des Reglements vorgenommen. Der Vortrag wird aus wissenschaftlicher Perspektive den Prozess bis zur Einführung des neuen Reglements beleuchten (Stufe 1–3 laut Präventionssequenz von Van Mechelen). Im letzten Teil wird dann die aktuelle Statistik zur Wirkung der Präventionsmaßnahme diskutiert. Dabei wird auch auf ein zentrales Problem der Validierung von Präventionsmaßnahmen im Spitzensport – „kleine Fallzahlen = geringe statistische Power“ – und einer potentiellen Möglichkeit damit umzugehen, eingegangen.

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Prof. Dr. Jürgen Walter

Gut sein, wenn's drauf ankommt - Verbesserung der mentalen Stärke

15.12.2016, 16:00 – 17:30 Uhr, Hörsaal

Vortragsinhalte sind u. a.:

  • Anwendungsgebiete der Sportpsychologie
  • Positiv Denken und Möglichkeiten der Stressreduzierung in Wettkampfsituationen
  • Bedeutung und Verbesserung der mentalen Stärke
  • Umgang mit Risikosituationen und Übernahme von Verantwortung
  • Demonstration eines Biofeedback-Gerätes mit der Möglichkeit, „mentales Golf“ zu spielen
  • Ausschnitte aus dem neuen Jürgen Walter-Film zur Praxis der Sportpsychologie “Alles geschieht im Kopf“ Mitwirkende u. a. Mats Hummels, Frank Busemann, Patrik Kühnen, Christian Keller
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Prof. Dr. Shayke Hutzler

Inclusive physical education and sport: Universal design and adaptation

Datum: 07.11.2016, 17:30 - 19:00 Uhr, Hörsaal

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PD Dr. Ilka Seidel

Nachwuchsleistungssport - Modelle, Konzepte und Projekte der Talententwicklung in Deutschland

Datum: 27.04.2016, 17:30 - 19:00 Uhr, Hörsaal

PD Dr. Ilka Seidel war in den Jahren 2005 bis Anfang 2009 die erste Geschäftsführerin und Leiterin des Forschungszentrums für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS). Seit 2011 leitet sie den Fachbereich Kraft-Technik am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig. Darüber hinaus ist sie mit dem FoSS weiterhin eng verbunden und unterstützt als externe Projektleitung die beiden Projekte an den NRW-Sportschulen Motorische Tests (MT1 und MT2) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW.

Der Vortrag mit dem Thema „Nachwuchsleistungssport – Modelle, Konzepte und Projekte der Talententwicklung in Deutschland“ geht der Frage nach, wie unter Berücksichtigung der aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zukünftig die Sichtung, Auswahl und Förderung von NachwuchsleistungssportlerInnen in Deutschland ausgestaltet werden kann und welche Herausforderungen hierbei gemeistert werden müssen.

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Prof. Dr. Wolfgang Taube

Posturale Kontrolle und Gleichgewichtstraining

Datum: 11.02.2016, 17:30 – 19:00 Uhr, Hörsaal

Prof. Dr. Wolfgang Taube leitet die Abteilung für Bewegungs- und Sportwissenschaften am Departement für Medizin der Universität Fribourg in der Schweiz. Die Forschungsschwerpunkte seiner Arbeitsgruppe umfassen die Themen Gleichgewicht und Gleichgewichtstraining, Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus und plyometrisches Training, Einfluss von Feedback auf motorische Lernprozesse sowie Lokomotion. Themenübergreifend beschäftigt sich Prof. Taube mit seinem Team dabei mit der Erforschung der motorischen Kontrolle und der Adaptation der motorischen Kontrolle. Um Rückschlüsse über den Zusammenhang von Gehirn und Verhalten ziehen zu können, werden dabei die den motorischen Anpassungen zugrunde liegenden neuronalen Veränderungen mit verschiedenen elektrophysiologischen und bildgebenden Methoden erfasst und quantifiziert. In den genannten Themengebieten ist Prof. Taube aufgrund seiner zahlreichen Zeitschriftenbeiträge und eingeladenen Vorträge ein in der internationalen Sport- und Neurowissenschaft ausgewiesener Experte.

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Prof. Dr. Petra Gieß-Stübler

Weihnachtsvorlesung: Integration von Flüchtlingen durch interkulturelle Sportprogramme

Datum: 16.12.2015, 16:00 - 17:30 Uhr, Hörsaal

Prof. Dr. Petra Gieß-Stüber leitet den Arbeitsbereich Sportpädagogik und ist Mitglied des Zentrums für Anthropologie und Geschlechterforschung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. In der Forschung beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit dem Zusammenhang von Sport und sozialer Ungleichheit.
Der Vortrag greift das aktuelle Thema der Flüchtlingskrise auf und zeigt Chancen sowie Möglichkeiten von sportpädagogischer Arbeit zur Minderung von Ausgrenzung und Diskriminierung.
 
Zudem präsentiert Alina Bader – Studentin am IfSS – das aktuelle Projekt der KIT-Flüchtlingshilfe  "Sport mit Flüchtlingen". Iyas Ahmad – wissenschaftlicher Mitarbeiter am IfSS – gibt eine aktuelle Einschätzung zu der Problematik aus der Sicht eines Syrers und ein Flüchtling erzählt von seiner Flucht und der Aufnahme in Deutschland.

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Prof. Dr. Roland Naul

Qualität von Bewegungsangeboten im Ganztag aus europäischer Sicht

Datum: 05.10.2015

Roland Naul ist Sen.-Professor für Europäische Studien zum Schulsport und Kinder- und Jugendsport am Institut für Sportwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Der Vortrag greift das aktuelle Thema der Entwicklung von Ganztagsschulen in Deutschland auf und erläutert einleitend die verschiedenen qualitativen und quantitativen Strukturmerkmale dieses Schultyps im Vergleich deutscher Bundesländer (Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg). Mit Blick auf Ganztagschultypen aus den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark, wird die Frage aufgeworfen, ob die Ganztagsschule als eines von mehreren, zeitgleichen Settings im Aufwachsen von Kindern allein in der Lage ist, die Qualität von Bewegungsangeboten zu gewährleisten, oder vielmehr dafür ein kommunales Netzwerk zwischen Schule, Sportverein und Kommunalverwaltung auch in Deutschland notwendig wird, so wie es sich in anderen EU-Ländern bereits entwickelt hat.

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Prof. Dr. Josef Wiemeyer

e-Learning - Mehrwerte des Lehrens und Lernens mit elektronischen Medien im Sport und der Sportwissenschaft

Datum: 09.07.2015

Josef Wiemeyer ist Professor für Sportwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Bewegungswissenschaft am Institut für Sportwissenschaft der TU Darmstadt. Neben zahlreichen Projekten zum motorischen Lernen hat Wiemeyer eine Vielzahl von Forschungsarbeiten zum e-Learning bzw. Technologie-basierten Lernen und Training durchgeführt und publiziert.

In seinem Vortrag werden Vorteile und Mehrwerte des Lehrens und Lernens mit elektronischen Medien benannt und kritisch diskutiert. Dabei wird sich zeigen, dass qualitativ hochwertiges e-Learning eine interdisziplinäre Synthese von inhaltlichen, lerntheoretischen bzw. didaktischen und informationstechnologischen Aspekten erfordert. Im Spannungsfeld von Lernenden, Lehrenden, Lerntechnologie und Lehr-Lern-Setting sind vor allem diejenigen Angebote wirksam, welche die Lernenden zum einem (inter-)aktiven Lernen anregen.

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Prof. Dr. Ernst-Joachim Hossner

Wahrnehmungs-Handlungs-Analysen im Sportspiel

Datum: 07.05.2015

Ernst Joachim Hossner ist Professor für Bewegungs- und Trainingswissenschaft am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bern in der Schweiz. Neben wegweisenden sportmotorischen Arbeiten zur motorischen Kontrolle und zum motorischen Lernen, des Verfassens zahlreicher Lehrbuchkapitel zu eben diesen beiden Themen, zählen die Wahrnehmungs-Handlungs-Kopplung, die effektorientierte Bewegungskontrolle sowie die interdisziplinäre Sportwissenschaft zu seinen aktuellen Forschungsinteressen. In seinem Vortrag widmet er sich dem Thema der Wahrnehmungs-Handlungs-Kopplung im Sportspiel und stellt aktuelle Forschungsergebnisse aus seinem Labor vor.

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Prof. Dr. Johannes Michalak

Gangmuster und Depression

Datum: 15.01.2015

Johannes Michalak ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Witten/Herdecke. In seinem Vortrag stellt er eine Reihe von Studien zum Zusammenhang von Depression und Gangmuster vor. Dabei wird unterschiedlichen Forschungsfragen nachgegangen: Wie sieht das Gangmuster von akut depressiven Personen aus? Zeigen sich Gangaufälligkeiten auch bei ehemals Depressiven? Kann durch die Erhöhung von Körperbewusstheit im Rahmen von achtsamkeitsbasierter kognitiver Therapie das Gangmuster ehemals depressiver Patienten normalisiert werden? Welche Auswirkungen haben Veränderungen des Gangmusters auf depressionsrelevante kognitive Prozesse?

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