Forschung

Forschungsprofil

Die Forschung am Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) dient der Gewinnung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse im Grundlagen- und Anwendungsbereich. Darüber hinaus bildet sie das Fundament einer forschungsorientierten Lehre. Sie ist gekennzeichnet durch die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit körperlicher Aktivität und menschlicher Bewegung unter Berücksichtigung von Aspekten der Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Technologie. Die Forschungstätigkeiten erstrecken sich auf die sportwissenschaftliche Theorienbildung, die Entwicklung von Methoden, Technologien und Programmen sowie deren Implementierung und Qualitätssicherung. Zum vollständigen Forschungsprofil

Arbeitsbereiche

Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports

Der Arbeitsbereich Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports befasst sich insbesondere mit der Erforschung von Bedingungen und Wirkungen von sportlicher Aktivität im Lebenslauf. Entsprechend spielen Erklärungstheorien der Sportteilnahme, Interventionstheorien zur Gestaltung von Sport- programmen sowie biopsychosoziale Theorien zu den Effekten sportlicher Aktivität eine wichtige Rolle.

Gesundheitsbildung und Sportpsychologie

Der Forschungsschwerpunkt des Arbeitsbereichs Gesundheitsbildung und Sportpsychologie bezieht sich auf die Prozesse der Selbstregulation im Sport und Gesundheitswesen. Dabei stehen die Fragen im Vordergrund, wie Menschen ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen steuern und wie diese Prozesse durch Digitalisierung beeinflusst werden.

Leistungsphysiologie und Ernährung

Im Arbeitsbereich Leistungsphysiologie und Ernährung werden die Grundlagen des menschlichen Energiestoffwechsels und deren Bedeutung für die Prävention lebensstilbedingter Erkrankungen untersucht. Im Fokus steht die Identifizierung aktivitäts- und ernährungsassoziierter Determinanten des Energiestoffwechsels.

Angewandte Psychologie

Der Arbeitsbereich Angewandte Psychologie zeichnet sich durch seine methodische Fokussierung auf das Ambulante Assessment aus. Interessierende Phänomene werden im Alltag (real-life) in Echtzeit (real-time) untersucht. Der inhaltliche Fokus liegt auf psychischen Symptomen bei Gesunden (Stress, Prokrastination) und Patientengruppen (Borderline, Depression, ADHS, Epilepsie).

Sportorthopädie und Belastungsanalyse

Der Arbeitsbereich Sportorthopädie und Belastungsanalyse befasst sich mit den Wirkungen sportlicher Aktivität auf den Bewegungsapparat. Besonders im Fokus stehen die Analyse der Entstehung degenerativer Prozesse sowie die Wirkung von sportlicher Betätigung auf bereits arthrotisch geschädigte Gelenke.

Naturwissenschaften des Sports

Der Arbeitsbereich BioMotion Center untersucht wie Zentralnervensystem und Muskelskelettsystem interagieren und sich an Trainingsreize anpassen, wie sich ihr Zusammenspiel dadurch verändert und wie Trainingsprotokolle gestaltet sein müssen, um optimale Anpassungen in Sport und Rehabilitation zu erzielen. Mit einem vertiefenden Verständnis dieser Vorgänge werden wichtige Impulse für die Entwicklung und Evaluation moderner Technologien (z.B. Medizintechnik oder Robotik) generiert, um die Mensch-Technik-Interaktion zu verbessern.

Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS)

Das Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) ist zielgruppenspezifisch auf Kinder und Jugendliche bzw. auf das Setting Schulsport ausgerichtet. Ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild werden im FoSS diverse Themen- und Theoriefelder der Sportwissenschaft genutzt, um anwendungsbezogene Forschungsergebnisse zu generieren. Im Fokus stehen Bewegung und Lernen, In- und Exklusion sowie sportartspezifische Fragestellungen (Sportartentwicklung, Schulsport).

Interdisziplinäre Didaktik der MINT-Fächer und des Sports

Im Arbeitsbereich Interdisziplinäre Didaktik der MINT-Fächer und des Sports liegt ein Forschungsschwerpunkt in (fach-) didaktischer Perspektive auf der interdisziplinären Schul- und Unterrichtsforschung zu den MINT-Fächern und zum Sport. Übergreifende Aspekte wie Digitalisierung, Heterogenität oder die Prävention von Unterrichtsstörungen finden besondere Berücksichtigung. Das zugehörige Lehr-Lern-Labor „MINT in Bewegung“ können Schulklassen gerne besuchen.