Studienbegleitende Qualifizierung zum Fachberater/ zur Fachberaterin Betriebliches Gesundheitsmanagement

In den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen zeichnet sich ab, dass zukünftig Qualifikationen im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement die persönlichen Einsatzchancen und beruflichen Perspektiven von Absolventen verbessern.

Das „International Institute for Health Promotion“ (IIHP) fördert und vernetzt seit 1996 den Bereich der Gesundheitsförderung weltweit. In der Zwischenzeit wurde eine europäische Vertretung des IIHP an der Universität Heidelberg gegründet. In Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) werden nun weltweit einheitliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsstandards für Health Promotion Manager eingeführt. Hierfür gibt es IIHP/DVGS Zertifizierungen, die für einen europaweit einheitlichen Abschluss stehen.

Ziel dieser Ausbildung ist es, auf Grundlage von sozialwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen in Verbindung mit konkreten praktischen Erfahrungen effektive Programme zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement implementieren. Die Themenschwerpunkte liegen auf den konzeptionellen Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, den Analyseinstrumenten, der Umsetzung sowie der Evaluation und der Qualitätssicherung.

Im Lizenzlehrgang werden wesentliche theoretische Grundlagen mit praktischen Erfahrungen und eigenen Realisationsmöglichkeiten verknüpft.

Hierzu bieten wir in Kooperation mit dem

  • European Center des International Institute of Health Promotion (EC-IIHP) Amercian University Washington DC

  • Arbeitsbereich BGM am Institut für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie

  • DVGS e.V.

studienbegleitend eine Qualifizierungschance zum Zertifikat Fachberater/-in Betriebliches Gesundheitsmanagement an.

 

Inhalte

Einführung – Grundlagen Betriebliches Gesundheitsmanagement

  • Grundlagen der Gesundheitsförderung

  • Grundlagen und Potenziale der Bewegungsförderung

  • Grundlagen der Arbeits- und Sozialmedizin

  • Kommunikationsstrategien im Betrieb

  • Gesundheitsberichterstattung

  • Epidemiologische Aspekte der Arbeitsmedizin

    • Auswertung von Arbeitsunfähigkeitsdaten

    • Arbeitsplatzanalysen

    • Belastungserprobung

  • Personalbefragung / Mitarbeiterbefragung

 

Projektmanagement am Beispiel BGM

  • Betriebliche Gesundheitszirkel - Arbeitskreis Gesundheit

  • Programmkonzeption und Programmrealisation

  • Modulare Systeme des Betrieblichen Gesundheitsmanagements:

    • Einzelaktion, Kick Offs, Gesundheitstage

    • Angebote innerhalb des Betriebes mit Bezug zum Arbeitsplatz

    • Moderationstechniken

    • Organisations-, Projektmanagement

    • Marktanalyse, Umfeldanalyse

 

BGM-Player (u.a. Krankenkassen)

  • Zur Evidenzbasierung betrieblicher Programme

  • Aufgaben und Angebote der Kostenträger

    • Krankenkassen

    • Berufsgenossenschaft

    • Rentenversicherung

  • Aufgaben und Angebote der Arbeitsmedizin / Arbeitssicherheit

  • medizinisch beruflich orthopädische Rehabilitation (MBOR)   

 

Evaluation und Qualitätssicherung

  • Zur Evidenzbasierung betrieblicher Programme

  • Evaluation von Gesundheitsförderungsprogrammen im Betrieb

  • Gesundheitsökonomische Bewertung des betrieblichen Gesundheitsmanagements

  • Qualitätsmanagement der betrieblichen Gesundheitsförderung

  • Qualitative Forschungsmethoden

Voraussetzungen

für den Erwerb der Qualifikation sind die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen im Masterprofil Bewegung & Gesundheit des IfSS:

  1. Vorlesung Betriebliches Gesundheitsmanagement jeweils Sommersemester (2 SWS)

  2. Oberseminar (OS) Planung, Implementierung, Evaluation (2 SWS, 5 LP) und OS Theorien und Methoden der gesundheitsbezogenen Bewegungsförderung (ehem.: Gesundheit und Körperliche Aktivität) (2 SWS, 5 LP) sowie wahlweise OS a) Anwendung physiologischer und sportpsychologischer Diagnoseverfahren (2 SWS, 5 LP) oder b) Sportmedizinische Prävention, Therapie und Rehabilitation (2 SWS, 5 LP)

  3. Übung Sportentwicklung und Gesundheitsförderung in versch. Settings/Schwerpunkt BGM (C. Hildebrand) im WiSe (2 SWS)

Zertifikatsabschluss
  • Nach Vorlage der Studienleistungen unter 1. - 3. findet im Anschluss nach der Übung BGM (Pos. 3.) ein Prüfungskolloquium statt.

  • Das Prüfungskolloquium (Umfang 1 Tag) ist ein kostenpflichtiger Zertifikatslehrgang (ca. 150,00 €) unter Leitung des DVGS e.V.. Dieses schließt die Verteidigung einer konzeptionellen Hausarbeit (ca. 20 Seiten, kann jeweils von 2 Teilnehmern erstellt werden) aus dem Themenbereich BGM ein

  • Das Zertifikat kann unter Vorlage der Bestätigung aller unter 1., 2. und 3. genannten Voraussetzungen sowie des erfolgreichen Bestehens des Prüfungskolloquiums durch den Arbeitsbereich Betriebliches Gesundheitsmanagement am IfSS in der DVGS Geschäftsstelle beantragt werden.

Weitere Informationen: Dr. Claudia Hildebrand

BGM–Projekt „Ausarbeitung einer BGM Konzeption“ in Form einer Hausarbeit

(ca. 20 Seiten, kann jeweils von 2 Teilnehmern gemeinsam erstellt werden)

Inhalte der Gliederung:

  • Beschreibung der Ausgangssituation des Unternehmens

  • Branche, aktuelle Situation im Unternehmen, personelle Situation,

  • Projektauftrag/Projektziele

  • Analysephase

  • Maßnahmen/Ergebnisse

  • Schlussfolgerung und Planung der Konzeption

  • Darstellung der evidenzbasierten Projektmaßnahmen (auf der Basis der Analyse)

Anlagen:

  • Projektplan

  • Zeitplanung

  • Personalplanung

  • Kommunikationsplan

  • Ermittlung des Finanzierungsbedarfs

  • Planung der Evaluation der Konzeption