Institut für Sport und Sportwissenschaft

Interviews

Interview - Katja Scharpf

Name & Alter

Katja Scharpf, 30 Jahre alt

Wann, Wo und Was haben Sie studiert?

2012 bis 2016: B.A. Sportwissenschaft – Fitness- & Gesundheitsmanagement am KIT

2016 bis 2019: M.A. Sportwissenschaft – Profil: Sportmanagement an der Universität Tübingen

Was haben Sie nach ihrem Studium gemacht und Wo sind Sie jetzt?

Nach meinem Bachelorstudium arbeitete ich studienbegleitend als Projektleiterin des VLW-Grundschulprojekts beim Volleyball-Landesverband Württemberg. Dieses wurde in Kooperation mit der AOK Baden-Württemberg zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Schulen ins Leben gerufen. Es hat viel Spaß gemacht meine Ideen umzusetzen und das Projekt wachsen zu sehen. Besonders freute es mich, dass das Projekt 2018 mit dem 1. Preis der Sonderförderung Fachverband-Schule des Württembergischen Landessportbunds e.V. ausgezeichnet wurde. 

Mit dem Abschluss meines Masterstudiums ergab sich für mich auch eine neue berufliche Chance. Seither arbeite ich als Sportmanagerin bei der SG Stern Deutschland e.V.. Mit insgesamt 35 Standorten und über 36.000 Mitgliedern ist die Sportgemeinschaft für die Daimler AG der größte Breitensportverein Deutschlands. Es gefällt mir, dass meine Aufgaben sehr vielfältig sind. Ein Teil meiner Arbeit besteht aus der Betreuung des alltäglichen Sportbetriebs in mehr als 30 Sport- und Hobbysparten am Standort Stuttgart. Dabei arbeiten wir in einem Team von fünf hauptamtlichen Mitarbeitern eng mit rund 130 Ehrenamtlichen zusammen. Neben dieser operativen Tätigkeit verantworte ich die Bereiche Marketing, Kommunikation und Eventmanagement. Dies umfasst die Organisation von lokalen und überregionalen Sportveranstaltungen, die Korrespondenz mit internationalen Sportorganisationen sowie jegliche Art von Öffentlichkeitsarbeit.

Was hat ihnen am besten ihrer Studienzeit gefallen? 

Am besten gefallen hat mir an meiner Studienzeit das sportliche Miteinander. Ich habe es immer sehr genossen in einer fast schon familiären Atmosphäre am Sportinstitut mit gleichgesinnten Menschen zusammen zu sein, zu lernen und zu arbeiten. Darüber hinaus gefiel mir am Sportstudium von Anfang an die Mischung aus Theorie und Praxis. Vor allem an die Praxiskurse und Exkursionen, in denen ich in kürzester Zeit neue Sportarten erlernen und meine individuellen Grenzen testen konnte, erinnere ich mich gern zurück. Eines der größten Highlights war für mich das Gleitschirmfliegen auf der Exkursion nach Bezau.

Welche Qualifikationen/Kompetenzen haben sie aus dem Studium mitgenommen, die für ihren heutigen Beruf oder ihr Leben hilfreich sind?

Das Studium lehrt einen selbständig zu arbeiten und zu denken. Ich habe für mich persönlich mitgenommen, Dinge kritisch zu hinterfragen und aus einer anderen Perspektive zu betrachten – dies hilft mir in vielen Situationen, sowohl im beruflichen Umfeld als auch im privaten Leben. Zusätzlich schöpfe ich neben meinem theoretischen Wissen auch sehr aus den praktischen Erfahrungen, die ich in meinen hilfswissenschaftlichen Tätigkeiten am Sportinstitut, unter anderem in den Projekten Bewegung gegen Demenz und der Aktivpause, sammeln konnte.

Welchen Tipp würden Sie sich geben, wenn Sie nochmal anfangen würden zu studieren?

Der Tipp, den ich jedem geben kann, ist so viel wie möglich an Wissen und Kompetenz aus dem Studium mitzunehmen. Ich erinnere mich, dass uns in einer der Einführungsveranstaltungen gesagt wurde, wir sollten als Studenten „über den Tellerrand hinausschauen“. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diesen Satz als Student nicht ganz so ernst genommen habe. Im Nachhinein betrachtet, steckt in diesem Satz allerdings genau das, was ich mir und auch jedem anderen heute raten würde. Selten bekommt man im Leben so einfach die Möglichkeit sein Wissen und vor allem die persönlichen Kompetenzen mit Hilfe von führenden Experten weiterzuentwickeln. Würde ich heute noch einmal anfangen zu studieren, würde ich daher sicherlich mehr Vorlesungen besuchen, die nicht im regulären Studienplan stehen und mehr Kurse für Zusatzqualifikationen belegen.