Home | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT

Deutsches Walking Institut e.V.
c/o Prof. Dr. Klaus Bös
Institut für Sport- und Sportwissenschaft

Engler-Bunte-Ring 15, Geb. 40.40.

D-76131 Karlsruhe

infoEdq9∂walking de

Tel: 0721-608-42611

Walking und Ernährung

Gesunde Ernährung und Bewegung steigern die Leistungsfähigkeit.

 

Obst und GemüseNahrungsaufnahme und deren Verarbeitung sind Ureigenschaften des Lebens. Ohne Ernährung und energieliefernde Prozesse wäre sämtliches Leben und Arbeiten, Bewegung und Fortpflanzung unmöglich. Im Nahrungskreislauf bilden durchweg alle Lebewesen unserer Erde, vom einzelligen Lebewesen bis zum Säugetier, eine nicht trennbare Einheit. Selbst im Schlaf verbraucht unser Körper Energie.

 

 

Energie wozu?

 

Ernährung ist im Verbund mit körperfunktionserhaltenden Bewegungsformen die Basis menschlicher Gesundheit. Ernährung liefert die Energie für Aktivitäts- und Regenerationsprozesse jedes Lebewesens. So benötigt der Körper für die Lebensvorgänge, die ununterbrochen ablaufen wie Atmung, Herztätigkeit, Stoffwechsel und Körpertemperatur, Energie.

 

Diesen Verbrauch von Energie nennt man Grundumsatz. Jeder Mensch hat dabei seinen ganz individuellen Grundumsatz. Dieser ist abhängig von

 

  • Geschlecht:
    Aufgrund der unterschiedlichen Körperzusammensetzung haben Männer einen um 6% bis 9% höheren Grundumsatz als Frauen (Männer haben mehr Muskelmasse und weniger Fettgewebe)
  • Alter:
    Stoffwechselvorgänge laufen im Alter langsamer, die Körperzusammensetzung verändert sich, somit verringert sich insgesamt der Grundumsatz.
  • Körpergröße und Gewicht:
    Große und normalgewichtige Menschen haben im Vergleich zu kleineren normalgewichtigen Menschen mehr Gewebemasse und damit eine größere Körperoberfläche. Um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten und die Stoffwechselaktivität zu versorgen ist mehr Energie nötig. Bei einem höheren Körpergewicht zweier etwa gleich großer Menschen ist dies anders: Der Mehr-Energieverbrauch hängt davon ab, ob der jeweilige Mensch muskulös oder eher "fett" ist. Muskelmasse (stoffwechselaktives Gewebe) steigert den Grundumsatz, Körperfett dagegen nicht.
  • Hormone und weitere Faktoren:
    Eine Schilddrüsenunterfunktion sowie eine Fastenkur kann den Grundumsatz stark verringern.

 

Allerdings ist der Grundumsatz nur ein Teil des täglichen Energiebedarfs. Zusätzliche Energie muss für

 

  • die Regulation der Körpertemperatur in der kalten Jahreszeit,
  • Verdauungsprozesse,
  • zusätzliche Stoffwechselaktivitäten während Schwangerschaft und Stillzeit und
  • Muskelarbeit

 

aufgebracht werden.

 

 

Leistungsumsatz

 

Bei diesem "Leistungsumsatz" spielt die Muskelarbeit die wichtigste Rolle. Je mehr Muskeln aktiviert werden, desto mehr Energie wird benötigt. So verbrauchen körperlich arbeitende Menschen mehr Energie gegenüber Menschen, die Schreibtischarbeiten durchführen.

 

Der Energieverbrauch kann fundamental durch Walking beeinflusst werden. Eine besondere Rolle spielt dabei der Einsatz möglichst vieler Muskelgruppen sowie die Dauer und die Intensität des Walkens. So ist es wichtig, die Arme aktiv in die Bewegung einzubinden und sich energisch nach vorn mit den Füßen abzudrücken.

 

Je länger Sie walken, desto mehr Energie wird verbraucht. Als Faustregel gilt: Wenn Sie ein Stunde walken verbrauchen Sie 390 kcal. Kräftigere Menschen verbrauchen etwas mehr und dünnere Menschen etwas weniger Energie.

 

Entscheidend ist weiterhin, dass Sie im aeroben Bereich trainieren, d. h., dass die Bewegungsenergie andauernd unter Verbrauch von Sauerstoff durch Zucker- und Fettstoffwechsel bereitgestellt wird. Wenn Sie mit einer Mischung aus energiereduzierter Kost und Walking abnehmen möchten, denken Sie bitte daran, täglich genügend Vitamine und Mineralien zuzuführen. Trinken Sie daher viel Mineralwasser (3-4 Liter/Tag) und essen Sie viel Obst und Rohkost.

 

Bedenken Sie weiterhin, dass diese Abnehmmaßnahme ein Hungergefühl auslösen kann, denn Sie verringern ja die Energieaufnahme bei gleichzeitig erhöhtem Energieverbrauch. Fatal wäre es jetzt, auf diese Hungerattacken mit Heißhunger zu reagieren und süße Nahrungsprodukte aufzunehmen, die das Hungergefühl kurzzeitig beseitigen. Besser ist es auch hier, auf Obst zurückzugreifen.