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Odra Cup in Breslau

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Doppelsieg für Karlsruher Studenten in Polen

Die Ruderer der Karlsruher Hochschulen konnten am vergangenen Wochenenden reichlich Selbstvertrauen tanken: Beim „Odra Cup“ im polnischen Breslau konnte der Karlsruher Achter Samstag und Sonntag jeweils den Tagessieg erringen.

Die bisherige Saison verlief eher zögerlich. Eine Langstreckenregatta in London Ende März musste wegen Sturm abgesagt werden, die traditionelle Studentenregatta in Nantes, Frankreich, fand dieses Jahr ebenfalls nicht statt. Auf der regionalen Regatta in Heidelberg vor zwei Wochen waren die meisten Achter-Rennen ohne Gegenmeldung geblieben. Somit folgten die Karlsruher Studenten einer Einladung der Technischen Universität Breslau und machten sich auf den Weg nach Polen zum „Odra Cup“, ausgerichtet auf der Oder am Rande des Breslauer Stadtzentrums. Neben zahlreichen polnischen Teams sollte es dort auch zum Aufeinandertreffen mit den Achtern aus Bremen sowie den amtierenden Deutschen Hochschulmeistern aus Aachen kommen, insgesamt waren 13 Achter am Start.

Am Samstag ging es zunächst auf der 330m Sprintdistanz gegen die versammelte Konkurrenz. Über vier Qualifikationsläufe galt es dabei durch Laufsiege Punkte zu sammeln, um sich einen Platz in der Finalrunde der schnellsten vier zu sichern. Karlsruhe zeigte dabei eine starke Vorstellung und gewann drei der vier Rennen. Lediglich der Bremer Achter konnte die Karlsruher im zweiten Rennen hauchdünn bezwingen. Nach Auswertung der Ergebnisse stand fest, dass es der Karlsruher Achter denkbar knapp vor Aachen als vierter in die Finalrunde geschafft hatte. Im Halbfinale hieß der Gegner erneut Bremen. Mit einem aggressiven Start konnte sich der Karlsruher Achter diesmal wenige Meter in Führung legen und gab diese auch bis ins Ziel nicht mehr her. Im Finale ging es schließlich gegen den Achter der Universität Thorn, der sich in seinem Lauf gegen die Gastgeber aus Breslau durchgesetzt hatte. Motiviert durch die gelungene Revanche gegen Bremen konnten die Karlsruher sich noch einmal steigern und holten sich in einem starken Rennen mit einer knappen halben Länge Vorsprung den Tagessieg. Bremen sicherte sich im kleinen Finale Platz 3.

Am Sonntag trafen die besten neun Teams des Sprints noch einmal über 1000m aufeinander. Außergewöhnlich dabei war die Kurve auf der Strecke zu beginn des letzten Streckendrittels, die vor allem für die Steuermänner eine besondere Herausforderung darstellte. Als Sieger des Vortages hatte Karlsruhe einen leichteren Vorlauf und setzte sich erwartungsgemäß gegen einen slowenischen Achter und das Boot der Universität Krakau souverän durch. Die Achter aus Bremen und Aachen konnten sich in ihren Läufen ebenfalls qualifizieren und so kam es am Nachmittag zu einem rein deutschen Finale.Vom Start weg legte sich der Bremer Achter knapp in Führung, dahinter gleichauf Karlsruhe und Aachen. Kurz nach der Streckenhälfte mussten die Bremer ihrem hohen Starttempo ein wenig Tribut zollen und wurden von den anderen beiden Achtern überholt. Die Karlsruher konnten ihr Tempo auf dem zweiten Streckenabschnitt noch ein wenig erhöhen und schoben sich kontinuierlich am Aachener Boot vorbei. Im Endspurt ließen sie sich ihren Vorsprung trotz des Aachener Vorteils der Innenkurve nicht mehr nehmen und kamen mit etwas mehr als einer halben Bootslänge vor Aachen und deutlich vor Bremen als erneuter Tagessieger ins Ziel. Bei der Siegerehrung gab es neben dem Pokal für den Sieg des Rennens noch einen Pokal für Steuerfrau Madeleine Merdes für die beste Steuerleistung des Tages.

„Das war ein starkes Wochenende, mit dem bei der wenigen Rennpraxis bisher in diesem Jahr eigentlich keiner gerechnet hat, und ist ein echter Motivationsschub für das weitere Training“, freute sich Teammitglied Heiko Gulan nach dem Rennen. Für die Karlsruher Studenten folgt nun eine längere Phase ohne Regatta, bis sie dann Ende Juni auf den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Brandenburg unter anderem erneut auf Aachen und Bremen treffen werden.


Simon Schiml