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Hauptvorträge

Die vier Hauptvorträge werden von folgenden Experten und Expertinnen gehalten:

Dr. Jan-Uwe Rogge

Familien- und Kommunikationsberater, Bestsellerautor

 

Donnerstag, 23.03.2017, 12:30 – 14:00 Uhr, Audimax, Hörsaal

"Was Kinder und Jugendliche heute brauchen“

Soviel Eltern gegenwärtig über Erziehung wissen, so lückenhaft sind ihre Informationen über die Entwicklung von Kindern. Und dies bringt Probleme mit sich. Anders formuliert: Im kindlichen Handeln drückt sich eben nicht allein ein elterlicher Erziehungsstil aus, kindliche Handlungsmuster sind zugleich Spiegel von Entwicklungsstufen, die ein Kind durchläuft, sind Ausdruck seines Temperaments, seines Charakters oder seiner Individualität.

Kinder brauchen Halt gebende nicht aber klammernde Eltern. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen Wurzel und Flügel verleihen –Wurzeln, um mit der Erde verbunden zu bleiben. Wurzeln zeigen Kindern an, woher sie kommen. Wurzeln zeigen Kindern die Traditionen, die Großeltern und Eltern geprägt haben. Die Aufgabe der Kinder besteht darin, diese Traditionen daraufhin abzuklopfen, welche für sie zukünftig gültig sind, welche über Bord geworfen werden können. Kinder entscheiden, welche Normen und Werte sie im Rucksack des Lebens verstauen, welche sie zurücklassen. Mit diesem Rucksack und ausgestattet mit Flügeln machen sie sich auf den Weg.

Es geht im Vortrag zunächst nicht um die Vermittlung von Erziehungstechniken. Im Vordergrund stehen vielmehr Haltungen, die man dem Kind gegenüber einnimmt.

 

Prof. Dr. Alexander Woll & Prof. Dr. Iris Pahmeier

Institutsleiter Institut für Sport und Sportwissenschaft, KIT
Professorin für Sportwissenschaft, Universität Vechta

 

Freitag, 24.03.2017, 11:00 – 12:15 Uhr, Audimax, Hörsaal

"Aktive Kinder – starke Kinder!?!"

Kindheit und Jugendphase sind eine lange Phase der Veränderungen und nach neuesten Erkenntnissen der Krankheits- und Gesundheitsforschung auch eine Zeit erhöhter Anfälligkeit. Bewegungs- und Sportaktivitäten werden ein hohes Entwicklungs- und Gesundheitspotential unterstellt. Aus sport- und gesundheitspädagogischer Sicht sollen Kinder und Jugendliche deshalb möglichst regelmäßig sportlich aktiv sein. Was wissen wir zu diesen Phänomenen und wie sieht die aktuelle Forschungs- und Datenlage dazu aus? Der Vortrag wird zu folgenden Fragen Antworten liefern:

  • Wie bewegungs- und Sportaktiv sind Kinder und Jugendliche wirklich? Daten und Fakten aus der MoMo- Studie
  • Sind aktive Kinder gesünder? Daten und Fakten der großen Gesundheitssurveys.
  • Warum sind aktive Kinder und Jugendliche stärker als nichtaktive? Zur Bedeutung von Selbstkonzept, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit.
  • Wer macht eigentlich Sport? Zur Bedeutung von Motiven und Motivation.
  • Wie können Kinder und Jugendliche zu Bewegung und Sport motiviert/aktiviert werden?

 

 

Ilona Gerling

Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten

 

Freitag, 24.03.2017, 17:15 – 18:30 Uhr, Audimax, Hörsaal

"Risiko wagen und verantworten im Kinderturnen"

Übungsleiter/innen und Sportlehre/innen sehen sich in einem Spagat zwischen einer psychisch-sozialen und physischen Förderung der Entwicklung ihrer anvertrauten Kinder im Sport und ihrer Verantwortung der Unversehrtheit ihrer Schutzbefohlenen. Schlagworte wie Aufsichtspflicht, Sicherheitsvorschriften, Rechtsprechungen zu Sportunfällen aber auch Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, das Herantasten an die konditionell-koordinative Leistungsgrenze und Bedürfnis der Kinder, sich in kleinen Abenteuern zu erproben, sind für die Verantwortlichen abzuwägen. Zu den pädagogischen Sinngebungen von Sport gehören u. a. auch das Wagen, das Umgehen mit Risiken und das Lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Dies sind u.a. Forderungen, die als Ziele im Schulsport zum Kompetenzerwerb curricular formuliert sind. Lehrende wie Kinder müssen Risiken einschätzen lernen und damit umgehen können. Gleichzeitig müssen sie lernen, eigenverantwortlich und verantwortlich anderen gegenüber entscheiden und handeln zu können. „Schafft die Stangen ab, damit keiner fallen kann“ kann nicht die Lösung zu Vermeidung von Unfällen sein.

 

Prof. Dr. Renate Zimmer

Professorin für Sportwissenschaft an der Universität Osnabrück
Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“
Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)

 

Samstag, 25.03.2017, 13:00 – 14:00 Uhr, Audimax, Hörsaal

"Kinder stärken – Ressourcen entwickeln. Zur Bedeutung von Körper- und Bewegungserfahrungen
für die kindliche Entwicklung“

Die Potenziale aller Kinder zu erkennen, ihre vielfältigen Voraussetzungen als eine wesentliche Chance für gemeinsames Lernen zu betrachten – das ist ein Anliegen inklusiver Bildung. Über den Körper Zugänge zur Welt zu öffnen, die sozial-emotionalen Kompetenzen ebenso wie die kognitiven, sprachlichen und ästhetischen Kompetenzen der Kinder zu stärken und dabei die individuellen Bedürfnisse der Kinder zu achten ist für Pädagoginnen und Pädagogen eine große Herausforderung. Wie dies vom ersten Lebensjahr an gelingen kann und welche Rolle Bewegung hier spielt wird in dem Vortrag thematisiert.