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Wirkung von Golfsport auf die Selbstwirksamkeitserwartung und Resilienz von Kindern

Wirkung von Golfsport auf die Selbstwirksamkeitserwartung und Resilienz von Kindern
Ansprechpartner:

Carolin Tuch, M.A.

 

Golfen ist - vorwiegend - eine Outdoorsportart,Quelle: gesundes-golfen.de bei der die Aktiven über eine längere Zeit an der frischen Luft sind und Distanzen zielgerichtet überwinden. Die Sportart vermittelt ein Gefühl der Freiheit und der Autonomie, verbessert die Selbstkompetenz, den Selbstwert, die Resilienz, das Selbstwertgefühl, die Empathie, die Lebensqualität und die Selbstwirksamkeitserwartung (Drane & Block, 2006). Aufgrund der Gegner- und Zeitunabhängigkeit beim Golfen können Aktive gezielt an ihrer Problemlösefähigkeit und somit auch an der Ausbildung ihrer Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) arbeiten, wie Muff (2008) bei Schülerinnen und Schülern ermitteln konnte.       
Auf Basis der nachgewiesenen positiven Wirkungen des Golfens wurde diese Sportart in der vorliegenden Studie als Interventionsmaßnahme eingesetzt, um die SWE von zehn- bis zwölfjährigen Schülerinnen und Schülern zu stärken. Durch zusätzlich durchgeführtes mentales Training (Heidelberger Kompetenztraining zur Entwicklung mentaler Stärke (HKT) oder Progressive Muskelrelaxation (PMR)) sollten im Sinne der Gesundheitsförderung mögliche Überforderungen durch Stressbelastungen beim Golfen vermieden werden. Insgesamt 98 Kinder wurden vier Bedingungen zugeordnet: die Kontrollgruppe erhielt Fußballtraining, die Interventionsgruppe 1 trainierte Golf, die Interventionsgruppen 2 und 3 erhielten zusätzlich zum Golftraining HKT, bzw. PMR. Innerhalb von 13 Wochen erfolgte das sportliche Training einmal pro Woche über eine Dauer von 90min und das Mentale Training über einen Zeitrahmen von jeweils 60min. Zur Erhebung wurde der Fragebogen zur allgemeinen SWE (Jerusalem & Schwarzer, 1986), der Fragebogen der SWE zur sportlichen Aktivität (Fuchs & Schwarzer, 1994), der Fragebogen zur schulischen SWE (Jerusalem & Satow, 1999) und die gekürzte Version der Resilienzskala (Schumacher, Leppert, Gunzelmann, Strauß & Brähler, 2004) verwendet.
In den Ergebnissen zeigt sich, dass Golfen in Verbindung mit mentalem Training einen positiven Beitrag für die gesunde Entwicklung von Heranwachsenden liefern kann. Das HKT wirkt sich überwiegend positiv auf die Ausbildung der Selbstwirksamkeitserwartung zur sportlichen Aktivität und die PMR auf die Entwicklung der allgemeinen und der schulischen Selbstwirksamkeitserwartung aus.               
Insgesamt liefert die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Untersuchung der Wirkung von Golfsport auf die gesunde mentale Entwicklung von Kindern. (Literatur auf Anfrage bei Verfasserin)



                                                 

 

 

 

Zielgruppe: Kinder zwischen 10 und 12 Jahren         

Laufzeit: Februar 2014 bis Dezember 2017 (Dissertationsprojekt)

Finanzierende Stelle(n): Kienle-Gogolok Stiftung / FoSS

Projektpartner: HKT Heidelberg

Förderer: FoSS und IfSS

 

Eigene Veröffentlichungen und Vorträge zum Thema

Tuch, C. (2016, Mai). Psychische Gesundheit im Golfsport. Forschungswerkstatt der 48. Jahrestagung für Sportpsychologie in Deutschland, Münster.

Tuch, C. (2016, September). Gesund durch Golf? Die Entwicklung mentaler Stärke bei Jugendlichen im und durch Golfsport. dvs-Nachwuchsworkshop: Geistes- und sozialwissenschaftliche Teildisziplinen, Erlangen.

Tuch, C. (2017, Mai). Wirkung von Golfsport auf die Selbstwirksamkeitserwartung von Kindern. Poster auf der 49. Jahrestagung der asp. Gelingende Entwicklung im Lebenslauf, Bern.

Tuch, C. (2017). Wirkung von Golfsport auf die Selbstwirksamkeitserwartung von Kindern. Perspektiven der empirischen Kinder- und Jugendforschung, 3 (1), 51–63.