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Hat körperliche Aktivität einen Einfluss auf Demenzen?

In verschiedenen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass körperliche Aktivität das Gehirn beeinflusst (Hillman et al., 2008). Konkret zeigten sich bei gesunden älteren Menschen positive Effekte in Bezug auf Motorik und Kognition durch ein kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining (Angevaren et al., 2008, Oswald et al., 2006).

In der Demenzprävention scheint körperliche Aktivität wirksam zu sein. Es wird davon ausgegangen, dass körperliche Aktivität dazu beträgt das Demenzrisiko zu senken bzw. den Krankheitsbeginn zu verzögern (Larson et al., 2006).

Die Studienlage zur Wirkung von körperlicher Aktivität auf die Kognitionsleistung sowie die Motorik bei Personen, die bereits unter einer demenziellen Erkrankung leiden, zeigt keine eindeutigen Ergebnisse. Dies hängt überwiegend mit der Methodenvielfalt (z.B. Unterschiedliche Anzahl an Studienteilnehmern, wechselnde Testverfahren, Gruppenzusammensetzung, unterschiedliche Einschlusskriterien etc.) der durchgeführten Studien zusammenhängt (Scharpf et al., 2013). Aus der Literaturrecherche geht hervor, dass die Wirkung des Trainings von dessen Gestaltung abhängt. Hierfür wurden verschiedenen Interventionsstudien analysiert und anhand verschiedener Merkmale miteinander verglichen. Folgende Trainingsparameter scheinen somit mit dem positiven Effekt eines Trainings zusammenzuhängen (vgl. Scharpf et al., 2013):

  • Trainingsinterventionen sollten mehrere Tainingsschwerpunkten haben.
  • Gesamtdauer der Trainingsintervention von mindestens vier Monaten.
  • Mittlere Trainingshäufigkeit von 2-3 mal pro Woche, Dauer 45-60 Minuten.
  • Möglichst homogene Gruppen in Bezug auf den Demenzgrad.

Um die Wirksamkeit von körperlicher Aktivität auf die kognitive und motorische Leistung von Personen mit Demenz zu überprüfen wurde das Projekt „Bewegung gegen Demenz“ nach den oben genannten Erkenntnissen konzipiert.