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Demenz

Demenz ist im Grunde ein Sammelbegriff für unterschiedliche Erkrankungen des Gehirns. Die demenziellen Erkrankungen können nach ihren Ursachen eingeteilt werden in primäre und sekundäre Demenzen. Die primären demenziellen Erkrankungen machen ca. 95 % der Fälle aus und sind entweder neurodegenerative Demenzen (Alzheimer-Demenz, Lewy-Körperchen-assoziierte Demenz, Frontotemporale Degenerationen), vaskuläre Demenzen oder deren Mischformen. Verantwortlich für die Entstehung von primären Demenzen sind somit pathologische Veränderungen im Gehirn, die zu einem Absterben von Neuronen führt, bzw. bei den vaskulären Demenzen Durchblutungsveränderungen. Sekundäre Demenzen entstehen als Folge einer anderen Grunderkrankung wie z.B. Mangelzustände, psychische/neurologische Erkrankungen, Vergiftungserscheinungen, Stoffwechselerkrankungen, Tumore, Schädel-Hirn-Verletzungen etc. (Kilimann & Teipel, 2013).

Demenzielle Erkrankungen gehen einher mit vielfältigen Beeinträchtigungen, welche in drei Bereiche eingeteilt werden können:

  • Beeinträchtigungen der geistigen Fähigkeiten („kognitiv“)
    z. B. Gedächtnis, Denken, Orientierung, Lernen, Sprache, Urteilsvermögen
  • Psychische Auffälligkeiten („nichtkognitiv“)
    z. B. Depressionen, Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Aggressionen
  • Motorische Defizite
    z. B. Verlust der motorisch-funktionellen Leistung, Zunahme motorischer Fehlleistungen (Stürze)

Diese Beeinträchtigungen führen zusammen zu einer Verschlechterung der Lebensqualität, Einschränkungen in der Bewältigung des Alltags und stellen erhebliche Belastungen für die Betreuenden dar.
Damit zeigen Demenzen gravierende individuelle Auswirkungen, die im Krankheitsverlauf zunehmen. Während bei leichten Demenzen nur schwierige alltägliche Anforderungen nicht alleine bewältigt werden können, ist bei mittelschweren Demenzen bereits keine selbstständige Lebensführung mehr möglich. Bei schweren Demenzen gehen die letzten noch verbliebenen Alltagskompetenzen verloren, sodass die Betroffenen ständig betreut werden müssen und schwerstpflegebedürftig sind. Kennzeichnend für Demenzen ist also ein zunehmender Autonomieverlust bis zur völligen Hilflosigkeit (Kurz, 2013).