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Ziele und Inhalte

Im Mittelpunkt des Projektes „Bewegung gegen Demenz“ steht die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines demenzspezifischen Bewegungsprogrammes. Aufgrund der Relevanz der Thematik und der vielversprechenden Ergebnisse in bisher durchgeführten Studien ist es wichtig, spezifische körperlicher Aktivität zur Demenzprävention im Sinne der Tertiärprävention, aber auch zur Verbesserung der Lebensqualität bei Demenzerkrankungen zu etablieren. Im Rahmen des Projektes wird ein Beitrag zur Verbesserung und Erweiterung des bewegungsbezogenen Angebots für Personen mit demenziellen Erkrankungen geleistet. Darüber hinaus sollen Informationsmöglichkeiten und Hilfestellung bei der Durchführung demenzspezifischer Bewegungsangebote erarbeitet und bereitgestellt werden.

Die wissenschaftliche Zielsetzung liegt auf der Evaluierung der Evidenz des demenzspezifischen Bewegungsprogrammes hinsichtlich der Auswirkung auf die kognitiven und motorischen Fähigkeiten bei Personen mit demenziellen Erkrankungen. Der aktuelle Stand der Forschung in Bezug auf die Wirkung von körperlicher Aktivität bei Personen mit demenziellen Erkrankungen ist nicht einheitlich was durch die Methodenvielfalt erklärt werden kann. Daraus resultierend kann gesagt werden, dass ein großer Bedarf an qualitativ hochwertigen Interventionsstudien in diesem Feld besteht.

Folgende Fragestellungen sollen hierbei geklärt werden:

  • Welchen Einfluss hat körperliche Aktivität auf kognitiver und motorischer Ebene bei bereits bestehenden demenziellen Erkrankungen?
  • Zeigt ein demenzspezifisches Bewegungsprogramm, das den theoretischen Erkenntnissen des Reviews (Scharpf et al., 2013) entspricht, positive kognitive und motorische Auswirkungen bei Demenzerkrankungen?

Um den Einfluss regelmäßiger körperlicher Aktivität auf die motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmer zu untersuchen, werden vor Beginn und am Ende der Intervention motorische und kognitive Tests, eine Ganganalyse sowie Tests zur Überprüfung der Aktivitäten des täglichen Lebens durchgeführt.

Folgende motorische Parameter werden erhoben (mit den verwendeten Testverfahren):
  • Gleichgewicht (FICSIT-4 Scale, Rossiter-Fornoff et al., 1995)
  • Mobilität (Timed Up & Go Test, Podsiadlo & Richardson, 1991; 6m Walk Test, Graham et al., 2008)
  • Gang (Ganganalyse single und dual task, Gaitrite, Kressig & Beuachet, 2005)
  • Kraft (modified 30 Second Chair Stand, Bohannon, 2012)
  • Aktivitäten des täglichen Lebens (Erlangen Test of Activities of Daily living, Luttenberger et al., 2012; Physical Performance Test adjusted 7-items, Reuben & Siu, 1990; Barthel Index, Lübke et al., 2004)
  • Funktion der unteren Extremitäten (Short Physical Performance Battery, Guralnik et al., 1994)

Folgende kognitive Parameter werden erhoben (mit den verwendeten Testverfahren):

  • Allgemeine kognitive Fähigkeiten (Mini-Mental State Examination, Folstein et al., 1975)
  • Lernen und Gedächtnis (California Verbal Learning Test, Delis et.al., 1995; Digit Span Test vorwärts und rückwärts, Wilde et al., 2004)
  • Sprache (Regensburger Wortflüssigkeitstest, Aschenbrenner et. al., 2000)
  • Verarbeitungsgeschwindigkeit (Trail Making Test A, Lezak et al., 2004; Reitan, 1958)
  • Visuell-räumliche Kognition (Clock Drawing Test, Shulman et al., 1986)