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Ansprechpartner

Dr. Hagen Wäsche

Personal Dr. Hagen Waesche

Akademischer Mitarbeiter

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Forschungsprofil des Instituts für Sport und Sportwissenschaft

Die Forschung am Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) dient der Gewinnung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse im Grundlagen- und Anwendungsbereich. Darüber hinaus bildet sie das Fundament einer forschungsorientierten Lehre. Sie ist gekennzeichnet durch die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit körperlicher Aktivität und menschlicher Bewegung unter Berücksichtigung von Aspekten der Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Technologie. Die  Forschungstätigkeiten erstrecken sich auf die sportwissenschaftliche Theorienbildung, die Entwicklung von Methoden, Technologien und Programmen sowie deren Implementierung und Qualitätssicherung.

Die zentralen Forschungsschwerpunkte am Institut sind:

  • die Bedingungen und Wirkungen von sportlicher Aktivität im Lebenslauf
  • der Schulsport und Sport von Kindern und Jugendlichen
  • die mobile Erfassung von körperlicher Aktivität und psychologischen Variablen im Alltag (Ambulantes Assessment)
  • die Grundlagen des menschlichen Energiestoffwechsels und deren Bedeutung für die Prävention lebensstilbedingter Erkrankungen
  • die Entstehung degenerativer Prozesse und Wirkung sportlicher Betätigung auf arthrotisch geschädigte Gelenke
  • die behaviorale, mechanische und physiologische Untersuchung der Funktionsweise menschlicher Bewegungen in den Settings Alltag und Sport

Die Forschungsschwerpunkte spiegeln die Tätigkeitsfelder und Kernkompetenzen in den sechs Arbeitsbereichen des Instituts wider:

 

Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports

Der Arbeitsbereich Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports befasst sich insbesondere mit der Erforschung von Bedingungen und Wirkungen von sportlicher Aktivität im Lebenslauf. Entsprechend spielen Erklärungstheorien der Sportteilnahme, Interventionstheorien zur Gestaltung von Sportprogrammen sowie biopsychosoziale Theorien zu den Effekten sportlicher Aktivität eine wichtige Rolle. Zentrale Themen sind die Analyse psychischer und sozialer Bedingungen zur Beschreibung und Erklärung sportlicher Aktivität und körperlicher Leistungsfähigkeit im Lebenslauf, die Überprüfung der Wirkungen vonsportlicher Aktivität auf die motorische, gesundheitliche, kognitive und soziale Entwicklung, die Optimierung von Methoden zur Erfassung der Bedingungen und Wirkungen von sportlicher Aktivität im Lebenslauf (u. a. Aktivitätsfragebogen, mobiles Selbst-Monitoring, Fitness- und Gesundheitstests). Weitere Schwerpunkte sind die theoriegeleitete Entwicklung von Sportprogrammen und Konzepten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in unterschiedlichen Handlungsfeldern des Sports bzw. in Settings der Gesundheitsförderung (Schule, Kommune, Betrieb, Verein etc.) und unter Einbeziehung moderner Technologien sowie die Evaluationsforschung und das Qualitätsmanagement im Sport und der Gesundheitsförderung.

 

Schulsport und Sport von Kindern und Jugendlichen

Der Arbeitsbereich Schulsport und Sport von Kindern und Jugendlichen wird am Institut durch das Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) vertreten. Das FoSS ist zielgruppenspezifisch auf Kinder und Jugendliche bzw. auf das Setting Schulsport ausgerichtet. Ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild werden im FoSS diverse Themen- und Theoriefelder der Sportwissenschaft genutzt, um anwendungsbezogene Forschungsergebnisse zu generieren. Somit spiegelt das FoSS im Kleinen die Arbeit des Sportinstituts bezogen auf die speziellen Altersgruppen wider. Im Fokus stehen Bewegung und Lernen (auch Transitionsforschung, Bewegungslernen, Ganztagsschule), In- und Exklusion (z. B. motorische Tests, Talentauswahl, interethnisches Vorgehen) sowie sportartspezifische Fragestellungen (z. B. Sportartentwicklung, Schulsport).

 

Angewandte Psychologie

Der Arbeitsbereich Angewandte Psychologie zeichnet sich durch seine methodische Fokussierung auf das Ambulante Assessment aus. Interessierende Phänomene werden im Alltag (real-life) in Echtzeit (real-time) mittels psychophysiologischer Methoden (objektiv) und zeitsensitiver Analysen (dynamics) untersucht. Dabei stehen vor allem eine multimodale Operationalisierung interessierender Phänomene im Alltag unter Verwendung von subjektiven Selbstberichten (e-diaries), peripher physiologischen Signalen (EKG, EDA), behavioralen  (Accelereometrie, GPS), auditiven (sound files), visuellen (mobile eye-tracking) und zentralnervösen (mobile EEG) Signalen im Mittelpunkt. Der inhaltliche Fokus liegt auf psychischen Symptomen bei Gesunden (Stress bei Studierenden, Prokrastination bei Studierenden) und Patientengruppen (Borderline, Depression, ADHS, Epilepsie).

 

Leistungsphysiologie und Ernährung

Im Arbeitsbereich Leistungsphysiologie und Ernährung werden die Grundlagen des menschlichen Energiestoffwechsels und deren Bedeutung für die Prävention lebensstilbedingter Erkrankungen untersucht. Im Fokus stehen die Identifizierung aktivitäts- und ernährungsassoziierter Determinanten des Energiestoffwechsels, sowie die  metabolischen Effekte von körperlicher Aktivität und Ernährung. Darüber hinaus werden Fragenstellungen zu den zugrunde liegenden Mechanismen und deren Regulation bearbeitet. Diese Arbeiten werden in enger Kooperation mit dem Studienzentrum am Max-Rubner-Institut durchgeführt.

 

Sportorthopädie und Belastungsanalyse

Der Arbeitsbereich Sportorthopädie und Belastungsanalyse befasst sich mit den Wirkungen sportlicher Aktivität auf den Bewegungsapparat. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Analyse der Entstehung degenerativer Prozesse sowie die Wirkung von sportlicher Betätigung auf bereits arthrotisch geschädigte Gelenke. In Kooperation mit industriellen Partnern der Medizintechnik gilt es Verbesserungen in der konservativen Therapie arthrotischer Erkrankungen zu erarbeiten. Diese Aufgaben erfolgen in enger Kooperation mit den Sana-Kliniken Bad Wildbad.

 

Naturwissenschaften des Sports

Das BioMotion Center vertritt am IfSS die Naturwissenschaften des Sports (Bewegungswissenschaft, Biomechanik und Trainingswissenschaft). Die grundlagen- und anwendungsorientierten Forschungsarbeiten zeichnen sich durch eine Verknüpfung von Theorien und Methoden (z.B. EEG, EMG, Motion Capture, Robotermanipulanda sowie mathematische Modellierung und Computersimulation) unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen aus und können den folgenden thematischen Schwerpunkten zugeordnet werden: (1) Motorische Kontrolle und motorisches Lernen, (2) Biomechanik menschlicher Bewegungen und (3) Diagnose und Optimierung sportlicher Leistung. In allen drei Bereichen arbeitet das BioMotion Center eng mit nationalen und internationalen Arbeitsgruppen aus den Bereichen Sportwissenschaft, Medizin, Neurowissenschaft, Informatik, Maschinenbau, Mathematik sowie industriellen Partnern zusammengearbeitet.

 

Das Institut für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie

Die Forschungsaktivitäten des Instituts für Sport und Sportwissenschaft sind durch eine interdisziplinäre Verknüpfung mit den Einrichtungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gekennzeichnet. Neben vielfältigen Zusammenarbeiten innerhalb des Bereichs „Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft“ bestehen enge Vernetzungen in die vier weiteren Bereiche des KIT: „Maschinenbau und Elektrotechnik“, „Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik“, „Natürliche und gebaute Umwelt“ und „Physik und Mathematik“. Darüber hinaus knüpft das Institut für Sport und Sportwissenschaft insbesondere an den bereichsübergreifen den Forschungs- und Innovationszentren „Information, Systeme und Technologien“ sowie „Mensch und Technik“ und darin dem Topic „Gesundheit und Technik“ an. So trägt das Institut zur umfassenden Bearbeitung der Herausforderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt am KIT bei.